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Gruppe Kirchheimbolanden e.V.

        im Deutschen Teckelklub 1888 e.V.

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Jägersprache (kurz erklärt)

Aasjäger:

Ein Jäger, durch dessen unwaidmännische Jagdausübung viel Wild verloren geht (verludert)

Abbaumen:

Wild verlässt einen erhöhten Platz, auch Verlassen einer jagdlichen Einrichtung wie Hochsitz, Ansitzleiter u. ä. durch den Jäger

Abnicken (auch abfangen):

Verletztes Wild nach Schuss oder Unfall mit einer blanken Waffe (Jagdmesser = Nicker oder Knicker) töten; meist hinter dem Haupt am Genick, daher der Ausdruck „Abnicken“

Abkommen:

1. Trefflage beim Schuss – „Ich bin gut abgekommen“ heißt, der Schuss ging dahin, wo ich ihn hinhaben wollte
2. (meist als Verb) auch gesundheitlicher Verfall eines Tieres: abgekommen: in schlechter körperlicher Verfassung

Absehen:

Markierung in der Optik des Zielfernrohrs (z.B. Fadenkreuz), die genaueres Zielen und Einschätzung von Entfernungen ermöglicht

Abwurfstangen:

das abgeworfene Geweih von Cerviden (Geweihträgern)

Achtender:

Ein Hirsch mit einem achtendigen Geweih

Affe:

Junges des Murmeltiers

Annehmen:

Wenn ein Jäger von einem Stück Wild angegriffen wird

Ansprechen:

Wild nach Art, Geschlecht, Alter und Zustand zu klassifizieren. Wird auch auf Pflanzen angewandt: einen Baum ansprechen = Art und Zustand des Baumes identifizieren

anstellen:

Bei der Jagd werden den Schützen feste Plätze durch den Ansteller zugewiesen

Ansteller:

revierkundiger Jäger weist den Jagdgästen einen festen Platz, Stand, Sitz, Kanzel zu

Äser:

Maul des Haarwildes. Mit dem Äser wird Äsung, d.h. Nahrung aufgenommen

Aser:

Jägerrucksack

Äsung:

bezeichnet die Nahrung des Wildes, außer bei Schwarz- und Raubwild , insbesondere von Rehen sowie Dam- und Rothirsch. „Äsen“ ist der Vorgang der Nahrungsaufnahme

Aufbaumen:

das Setzen oder sich Niederlassen von Wild auf einem erhöhten Platz wie z. B. auf einem Ast. Auch der Jäger, der seinen Hochsitz besteigt, „baumt auf“

auf brechen:

öffnen bzw. aufschneiden des „zur Strecke gebrachten“ Tieres

Aufbruch:

Die Eingeweide, als Gesamtheit der in den großen Körperhöhlen gelegenen inneren Organe

Aufgang:

Beginn der Jagdsaison nach der Schonzeit (Beispiel: Hasen sind „auf“ = Hasen dürfen gejagt werden)

Aufwerfen:

plötzliches Anheben des Kopfes, z. B. bei Störungen, Geräuschen oder Bewegungen zum Lokalisieren derselben

äugen:

sehen

Bache:

weibliches ausgewachsenes Wildschwein (Schwarzwild)

Balg:

Haut mit Fell von Feldhase (? s. Hasenfell) und Kaninchen, Rotfuchs (? s. Rotfuchsfell) und Marder

Basse:

ein starkes, altes, männliches Wildschwein (Keiler)

Bast:

sehr gut durchblutete Schutzhaut über dem im Wachstum befindlichen Geweih oder Gehörn

Behang:

die Ohren eines Jagdhundes mit Schlapp- oder Hängeohren; wird bei diesen Hunden auch zur Bezeichnung des Alters verwendet: „im 1. Behang“ = im 2. Lebensjahr

Beizjagd:

das Abrichten, die Pflege und das Jagen mit Hilfe eines Greifvogels

Beschlagen:

das Begatten eines brunftigen Tieres durch den Hirsch; das Tier, welches sich beschlagen lässt, „steht“ bei diesem Vorgang

Blasen:

Lautäußerung, Warnruf der Bache (Leitbache)

Blattschuss:

Schuss, der ins Schulterblatt eines Tieres trifft. Da er Herz, Lungen und/oder große Blutgefäße verletzt, ist er meist sofort tödlich.

Blattzeit:

Paarungszeit beim Rehwild. Der Name leitet sich von der zu dieser Zeit möglichen Lockjagd durch Pfeifen auf einem Buchenblatt ab

Blume:

Schwanz des Feldhasen oder das Ende der Lunte beim Rotfuchs

Bockfieber:

bezeichnet den gelegentlich auftretenden aufgeregten Gemütszustand eines Jägers kurz vor dem Schuss auf einen Rehbock

Boviden:

Die Hornträger (Bovidae) sind eine Familie der Wiederkäuer, die wiederum zu den Paarhufern zählen. Diese große Familie umfasst unter anderem Rinder, Ziegen, Schafe (Mufflon), Gämsen.
Das Horn wird im Gegensatz zu Cerviden (Geweihträgern) nicht jährlich abgeworfen, es wächst ein Lebenlang weiter. Auch weibl. Tiere tragen Horn

Brand:

Milzbrand (auch Anthrax) ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei Paarhufern auftritt

Bringsel:

Ein kurzer fester Lederriemen. Er dient als Ausbildungs- und Kommunikationsmittel für Jagdhunde.

Brocken:

Köder

Brocker:

der Schnabel des Auerhahns

Bruch oder Bruchzeichen:

dies sind Zeichen, die von Jägern verwendet werden; es handelt sich regelmäßig um belaubte bzw. benadelte Zweige bestimmter Bäume

Brunft oder Brunst:

Paarungszeit bei einigen Wildtieren, z. B. Rot- und Damwild

Brunftkugeln:

Die Hoden beim Schalenwild, Steine beim männlichen Schwarz wild

Brunftrute:

Das männliche Geschlechtsteil beim Schalenwild, außer Reh- und Schwarzwild (hier Pinsel)

Büchsenlicht:

bezeichnet zur Jagd ausreichende Lichtverhältnisse

Cerviden:

Die Hirsche (Cervidae) oder Geweihträger sind eine Säugetierfamilie.
Die Familie umfasst rund 45 Arten, von denen unter anderem der Rothirsch, der Damhirsch , das Reh , das Ren und der Elch auch in Europa verbreitet sind. Markantestes Kennzeichen sind nur von den Männchen getragenen Geweihe, die jährlich abgeworfen und neu gebildet werden. Im Gegensatz zu Boviden (Hornträger) die das Horn ein leben lang tragen, es wächt immer weiter

Damwild:

Damhirsche

Decke:

Fell von Schalenwild (außer Schwarzwild= Schwarte)

Dick gehen:

trächtiges Wild

Doppeln:

unbeabsichtigtes Lösen von zwei Schüssen gleichzeitig aus einer mehrläufigen Waffe

Dublette:

Erlegung von zwei Stück Wild aus derselben Waffe in zeitlich unmittelbarer Abfolge. Außerdem das Beschießen von zwei gleichzeitig gestarteten Tontauben beim Skeet-Schießen

Dunst:

sehr feiner Schrot für die Vogeljagd

Eichelmast:

Die Früchte der Eiche, die dem Schwarzwild als Nahrung dienen.

Einfahren:

Beschreibt baubewohnende Wildarten, die in ihren Bau hineinkriechen

Einfahrt:

Der Eingang eines Baues

Einfallen:

Das Niederlassen von Federwild auf Boden, Baum oder Wasser

Eingehen:

Niederwild, das auf natürliche Weise (z.B. Krankheit) ohne Fremdeinwirkung umkommt

Einlauf:

Öffnung in einem Gatter, durch die das Wild zwar hinein-, aber nicht mehr hinauslaufen kann

Einstand:

eine Rückzugsregion oder eine Rückzugsfläche für Wildtiere, die diese zum Schutz oder als Ruheraum aufsuchen

Einstecklauf:

ein meist für Jagdwaffen verwendeter Lauf, der in den eigentlichen Lauf der Waffe eingesteckt und verriegelt wird, um ein anderes Kaliber oder eine andere Art von Munition mit ein und derselben Waffe verschießen zu können

Erlegen:

Ein Stück Wild töten

Fähe:

weibliches Tier bei Hundeartigen und allen Raubwildarten beim Niederwild (Dachs, Marder und Fuchs)

Fährte:

die auf dem Erdboden hinterlassenen „Fußabdrücke“ des Schalenwildes (vgl. „Spur“ und „Geläuf“)

Falkner:

ein Falkner (oder Beizjäger) betreibt die Jagd mit Greifvögeln wie Falken, Sperbern, Habichten oder Adlern auf Federwild (z. B. Rebhuhn) und kleines Haarwild (z. B. Kaninchen)

Fang:

die Schnauze von Raubtieren, auch des Hundes; ebenso die Füße (Krallen) von Greifvögeln

Fangschuss:

derjenige Schuss, der abgegeben wird, um waidwundes, also nicht unmittelbar tödlich getroffenes oder angefahrenes Wild zu töten

Federspiel:

Trainingsgerät aus einer Schnur und einer Beutetieratrappe zur Abrichtung von Greifen (Greifvögel)

Federwild:

dazu zählen die dem Jagdrecht unterliegenden Vögel

Fegen:

das Abreiben des „Bastes“ von den ausgebildeten Geweihen der Hirsche und der Gehörne der Rehböcke an Bäumen und Sträuchern

Feistzeit:

Zeit vor der Brunft, also die Zeit vor der Fortpflanzung – sie dient Rehböcken bzw. Hirschen dazu, sich für die folgende kräfteraubende Zeit Fettreserven zuzulegen

Feld:

Altersbezeichnung für Vorstehhunde (Jagdhunde, die insbesondere zum Vorstehen verwendet werden): „im 1. Feld stehen“ = sich im 2. Lebensjahr befinden

Ferm:

Ein fertig ausgebildeter Jagdhund, wird aber auch für einen waidgerecht jagenden Waidmann verwendet

Feuchtglied:

Das männliche Geschlechtsteil bei Haarraubwild und beim Hund

Frischen:

Frischlinge werfen (gebären)

Frischling:

frisch geborenes Wildschwein im ersten Lebensjahr (ursprünglich: im ersten Jagdjahr)

Fußgestell:

Schenkel des Habichts

Gefege:

die haarigen Fasern, die nach dem Fegen des Bastes entstehen.

Geheck(e):

Die geworfenen Jungen beim Haarraubwild bzw. die ausgefallenen Jungen bei Wasservögeln

Gehöre:

die Ohren des Raubwildes

Gehörn:

Das Geweih des Rehwildes wird als Gehörn bezeichnet

Geile:

Hoden des Wildes

Geräusch:

Lunge, Herz, Luft- und Speiseröhre beim Schalenwild

Gescheide:

(kleines Gescheide, auch Geschlinge: Darm

Geschleif:

Eingänge zum Dachs-, Fuchs- oder Biberbau

Geschleppe:

Köderfleisch an einer Leine, mit der man eine Spur zum Schieß- oder Fangplatz des Jagdtieres zieht und dort gegen Wegnahme zugänglich befestigt

Gewaff auch Gewehr:

[untere] Eckzähne beim Keiler (männliches Wildschwein)

Geweih:

der „Kopfschmuck“ von männlichen Tieren, die zu den Cerviden gerechnet werden

Grandeln:

die oberen Eckzähne von Wiederkäuern (in der Regel von Hirschen) gehören zu den Jagdtrophäen

Haarwild:

Dem Jagdrecht unterliegenden Säugetiere

Halali:

ist sowohl Gruß und Jagdruf als auch jagdliches Brauchtum

Häsin:

Bezeichnung für den weibliche Hasen als auch für das weibliche Kaninchen

Hatz:

Jagdart, bei der Hunde auf lebendes Wild gehetzt werden, um dieses zu stellen

Haupt:

Kopf beim Schalenwild ausgenommen beim Schwarzwild, dort Kopf

Hexenringe:

Spuren, die der treibende Bock und die Ricke/Schmalreh im Getreide hinterlassen

Himmelszeichen:

Spuren des Hirschgeweihes, die beim Durchwechseln an Bäumen im Ast- und Blattwerk in Geweihhöhe entstehen, auch abgestreifter Schnee kann ein solches Zeichen sein

Hitze:

Zeit des Eisprungs beim weiblichen Jagdhund

Holzen:

sich von Ast zu Ast bzw. von Baum zu Baum fortbewegen

Horrido:

bei Jägern als Begrüßung, aber auch zur Ehrenbekundung als Hochruf

Hudern:

Sandbaden von Federwild, zur Reinigung und Beseitigung von Milben u.a.

Innehaben:

Trächtigkeit bei Hasen, Kaninchen und kleinem Haarraubwild

Insiegel:

Fährtenzeichen, das beim Ziehen durch weichen lehmigen Boden oder bei Schnee entsteht. Reste von Lehm oder Schnee lösen sich erst später aus den Schalen des Schalenwildes

Jagdsignale:

Tonfolgen oder Musikstücke, die auf Jagdhörnern geblasen werden

Jägerlatein:

die mehr oder weniger wahren Erzählungen von Jägern, die oft die Zahl und besonders die Größe der erlegten Tiere übertreiben

Kalb:

Jungtiere von Rot-, Elch- und Damwild von der Geburt bis zum Martinstag oder 31. März des auf die Geburt folgenden Jahres

Kammer:

Brustkorb des Haarwildes

Kanzel:

Hochsitz

Keiler:

männliches ausgewachsenes Wildschwein

Kern:

„nackter“ Tierkörper kleineren Haarwildes (Raubwildes) nach dem Abbalgen (siehe auch Balg)

Kessel:

- der Hauptraum eines Tierbaus
- das Lager einer Wildschweinrotte und des Wildschweins mit Frischlingen
- bei der Treibjagd ein von Jägern und Treibern gebildeter Kreis, in den das Wild getrieben wird

Kette:

Familienverband beim Rebhuhn

Kirrung:

Futterausbringung zwecks Anlockens von Schwarzwild (Wildschweinen)

Kitz:

Jungtier von Reh, Gämse oder Steinwild

kleines Jägerrecht:

Traditionelles Recht, nach dem das Geräusch demjenigen zusteht, der das Stück aufgebrochen hat

kleines Jagdrecht:

Recht des Grundeigentümers auf seinem Grundstück im befriedeten Bezirk (Fallen-)Jagd auf Kaninchen und Steinmarder auszuüben.

Knopfbock:

Rehbock bei dem die Spieße nur kurz, pfriemenförmig oder abgerundet sind

Kolbenhirsch:

Hirsch im „Bast“

Kränzen:

hinterlassene Hirschfährte im harten Boden

Krellschuss:

Fehlschuss, der anstatt das Wild zu töten nur den Dornfortsatz eines Wirbelkörpers trifft

Krickel:

das Horn der Gams

Kuder:

männliches Tier des Luchses oder der Wildkatze

Kudern:

das „Knurren“ des Birkhahnes, auch Nachahmung des Birkhahnes durch den Jägers (wahrscheinlich nicht mehr in Gebrauch)

Kuhle:

Schlafmulde

Kurzwildbret:

Penis und Hoden beim Hoch-, Reh- und Schwarzwild

Lager:

Ruheplatz des Wildes

Lampe:

Der helle Fleck des Hasenschwanzes

Läufe:

Beine von vierfüßigem Wild

Lappjagd:

Schnüre mit Lappen werden gespannt; das Wild geht – normalerweise – nicht unter den Lappen durch und kann so in die Enge getrieben werden

Lecker:

Zunge des Schalenwildes

Leiter:

Ansitzleiter oder Hochsitz

Lichter:

Augen des Schalenwildes

Löffel:

Ohren des Hasen oder Kaninchen

Löseplatz:

ein Ort, an dem sich der Jagdhund „lösen“, also Kot und Urin absetzen, kann

Losung:

hinterlassene Exkremente

Luder:

als Köder für Raubwild verwendetes totes Wild oder Teile davon, z.B. der Aufbruch

Luderplatz:

Stelle, an der Luder ausgebracht wird

Lunte:

Schwanz vom Rotfuchses

Malbaum:

Baum, an dem sich Wild reibt

Mast:

die Früchte bestimmter Bäume (Mastbäume), die Wild als Nahrung dienen

Mäuseburg:

Lockstelle für die Bejagung von Füchsen

Mönch:

geweihloser Hirsch

Nässen:

Harn absetzen

Neue:

frisch gefallener Schnee

Nuss:

weibliches Geschlechtsteil bei Hund und Haarraubwild

Orgeln:

das anhaltende Schreien des Rothirsches in der Brunft

Pansen:

einer der drei Vormägen von Wiederkäuern, großer Vorratsmagen

Pass:

ein Wildwechsel

Petschaft:

Bruchstelle an der Abwurfstange bei den Cerviden (Hirschartigen)

Pinsel:

Bezeichnung für das längere Haarbüschel am Penis des Schalenwildes

Pirschzeichen:

Blut, Knochensplitter, Fleischstücke usw. von angeschossenem Wild

Platzhirsch:

„Herrscher“ über das Brunftrudel (Kahlwild)

Pürzel:

Schwanz beim Dachs und Schwarzwild

Quersuche:

die weit nach rechts und links ausholende Suche des Hundes vor dem Jäger

Raubzeug:

Beutegreifer, Raubtier; mittlerweile verpönt

Rausche:

Paarungszeit des Schwarzwildes

Rauschsynchronisation:

Paarungssynchronisation des Schwarzwildes

Revier:

Jagdbezirk

Riegel:

Wildwechsel

Riegeln, Riegeljagd:

österreichisch für Gesellschaftsjagd. bei der Waldstücke von mehreren Jägern umstellt werden und das Wild durch Treiber hinausgetrieben wird

Rinnen:

Schwimmen

Rotte:

Gruppe von mindestens drei Wildschweinen (meist mehr)

Rotwild:

Rothirsche

Rudel:

Gruppe von mindestens drei Tieren einer Haarwildart

Rute:

Schwanz beim Hund

Sasse:

Lager des Hasen

Sau:

ein Wildschwein (als Art – speziell als weibliches Tier siehe: Bache)

Saufeder:

Eine lange zweischneidige Klinge, die auf einem bis zu zwei Meter langen Hartholzstiel montiert und zum Abfangen von annehmendem Schwarzwild verwendet wird

Schale:

die Klauen des wiederkäuenden Haarwildes und des Wildschweins

Schalenwild:

Wildarten mit Schalen (Klauen) also wiederkäuendes Haarwild und Wildschweine

Schloss:

Bezeichnung des Knorpels im Beckenboden, durch den der Mastdarm des Wildes geht. Mit Kraftanstrengung ist der Knorpel mit einem Messer durchtrennbar – das Schloss wird geöffnet und die Entfernung des Mastdarmes bis zum Weidloch gelingt einfacher

Schmelz:

Ausscheidungen von Greifvögeln

Schnalle:

das äußere weibliche Geschlechtsteil von Hunden, Füchsen, Wölfen u. a.

Schnallen:

Wenn der Jagdhund (vor allem der Schweißhund) bei der Nachsuche auf angeschossenes Wild von der Leine gelassen wird, um das Wild zur Strecke zu bringen

Schnepfenstrich:

Balzflug der Waldschnepfe

Schnüren:

Gangart bei Rotfuchs, Wolf oder Luchs , bei dem die Läufe in einer Linie genau hintereinander gesetzt werden, im Gegensatz zum Schränken

Schrank:

der seitliche Abstand der Tritte des rechten Laufpaares vom linken in der Schrittfährte das Nebeneinandersetzen der Läufe (Beine), abweichend von der geraden Linie („verschränken“)

Schürze:

beim weiblichen Rehwild helles Haarbüschel über dem weiblichen Geschlechtsteil (Feuchtblatt)

schussfest:

ist ein Jagdhund, wenn er bei Abgabe eines Schusses nicht erschrickt

Schusshitzig:

ist ein Jagdhund, der gleich nach Abgabe eines Schusses das Wild nachsuchen möchte

Schwarte:

Die dicke behaarte Haut bei Dachs und Schwarzwild

Schwarzwild:

jagdlicher Oberbegriff für Wildschweine

Schweinesonne:

Vollmond bei wolkenlosem Himmel, wobei die Schussbedingungen für Wildschweine besonders günstig sind.

Schweiß:

das Blut des Wildes und des Jagdhundes, sobald es aus dem Tierkörper austritt

Schweißhund:

Jagdhund, der darauf spezialisiert ist, krankes (verletztes), schweißendes (blutendes) Schalenwild im Rahmen der Nachsuche zu suchen und zu stellen

Spiegel:

die helle Fellfärbung am Hinterteil der Cerviden (Hirschartigen), z.B.: beim männlichen Reh nierenförmig, beim weiblichen Reh herzförmig mit zusätzlicher heller Behaarung über dem Feuchtblatt, welche auch Schürze genannt wird

Spiel:

Gesamtheit der Schwanzfedern beim Birkhahn

Spitzen:

Ohren vom Fuchs

Sprengen:

Wild mit dem Hund aus dem Bau sprengen

Sprinz:

männlicher Sperber, bei allen anderen Greifen heißt er Terzel.

Sprung:

eine Gruppe von Rehen, männlich wie weiblich, die sich in der Winterzeit meist in größeren Feldrevieren zusammenfinden, man geht davon aus, dass die Gruppe ein gewisses Sicherheitsgefühl bietet. Nach der Wintersonnenwende lösen sich diese Sprünge wieder auf und die Rehe werden wieder zu Einzelgängern oder kleinen Familienverbänden

Sprung:

das hintere Bein des Feldhasen

Spurlaut:

beschreibt den auf der Spur oder Fährte des Wildes laut jagenden, also bellenden Jagdhund

Standarte:

der Schwanz des Fuchses und des Wolfes

Steine:

Hoden des Keilers

Stern:

die Iris beim Wild

Stoß:

die Gesamtheit der Schwanzfedern eines Greifvogels

Strecke:

alle erlegten Tiere einer (Gesellschafts-)Jagd, nach einer festgelegten Ordnung in Reihen ausgelegt

Strich:

regelmäßig eingehaltene Flugbahn von Vögeln („Federwild“) von und zu Rastplätzen oder Nahrungsplätzen

Teller:

Ohren des Schwarzwildes

Terzel:

männlicher Greifvogel

Tier:

weiblicher Hirsch, je nach Tierart heißt es vollständig Rottier oder Damtier

Totverblasen:

individuelle Jagdhornsignale für alle auf einer Gesellschaftsjagd zur Strecke gebrachte Tierarten

Tracht:

die Gebärmutter des Mutterwildes

Träger:

der Hals von Schalenwild

Tritt:

einzelner Fußabdruck von Schalenwild (mehrere Tritte bilden eine Fährte)

Trosch:

Federbusch auf der Falken-Kappe

Überläufer:

junges Wildschwein im Alter zwischen 12 und 24 Monaten (ursprünglich: in dem auf die Geburt folgenden Jagdjahr)

verhoffen:

das Stehenbleiben ziehenden oder äsenden Wildes, z. B. um einen „verdächtigen“ Gegenstand zu betrachten oder ein Geräusch zu orten

verludern:

Das Verderben von angeschossenem Wild, das nicht rechtzeitig gefunden wurde

verhitzen:

die stickige Reifung (Verderben) von geschossenem Wild durch Hitzestau im Kadaver, wenn es nicht rechtzeitig aufgebrochen wird

Vorstehhunde:

Jagdhunderassen, die die Eigenschaft des „Vorstehens“ ausgeprägt aufweisen, d. h. sie zeigen dem Jäger entdecktes Wild durch „Vorstehen“ an

Waidmanns Dank!:

Antwort auf ein als Gratulation gedachtes „Waidmanns Heil!“

Waidmanns Heil!:

Traditionelle Begrüßungs- oder Gratulationsformel unter Jägern.
Beide Jäger begrüßen sich mit Waidmanns Heil – Bei einer Begrüßung niemals Waidmanns Dank antworten !!

waidgerecht:

Eine Sammlung nicht genau festgelegter ethischer Regeln, nach denen ein fermer Jäger handeln und jagen soll

waidwund:

Ein durch einen Schuss (speziell in die Eingeweide) verwundetes Stück Wild wird als „waidwund“ (auch „weidwund“) bezeichnet

Wedel:

Schwanz bei Cerviden (Hirschartigen)

Waidloch, Weidloch:

After oder auch Enddarm des Wildes oder des Jagdhundes

Welpe:

Jungtiere von Raubtieren, also prinzipiell auch von Katzen, meist jedoch von Hundeartigen

Witterung:

Geruchssinn oder Geruch („Witterung aufnehmen“, schnuppern)

Wildbret:

das Fleisch erlegter Wildtiere bzw. von Wild

winden:

riechen

Windfang:

Nase des Rehwildes

Wundbett:

Stelle, an der sich ein verletztes Wild niederlegt und gegebenenfalls verendet

 
 
© 2013 by Sascha Monetha